Ursache und Wirkung – Die Wahl des richtigen Implantats

Die Wahl des richtigen Implantats ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg einer Implantation. Hier eine detaillierte Betrachtung der Aspekte, auf die Zahnärzte achten sollten, sowie der Situationen, in denen herkömmliche Implantate ungeeignet sind:

Darauf achten wir bei der Implantatswahl:

1. Individuelle Anatomie des Patienten

      Knochenqualität und -dichte: Dies ist der wichtigste Faktor. Eine ausreichende Knochendichte und -qualität (z.B. durch Knochentest mit CT) ist essentiell für die Einheilung des Implantats. Bei starker Atrophie, Osteoporose oder einer schlechten Knochenqualität sind spezielle Techniken wie Knochentransplantationen erforderlich.

      Wurzelgeometrie: Die Form und Position der umliegenden Zahnwurzeln beeinflussen den Winkel und die Tiefe des Implantats. Eine sorgfältige Planung mit 3D-Scans (CBCT) ist unerlässlich, um Nerven und Blutgefässe zu schonen.

      Gesichtssymmetrie: Die Ausrichtung des Gesichts spielt eine Rolle bei der Ästhetik des neuen Zahns.

      2. Implantatdesign und -material

      Design: Es gibt verschiedene Implantatdesigns (z.B. konisch, zylindrisch), die sich auf die Knochenintegration auswirken können. Die Wahl hängt von der Knochenqualität ab.

      Material: Titan ist das am häufigsten verwendete Material aufgrund seiner Biokompatibilität und Festigkeit. Es gibt Titanlegierungen mit verbesserter Oberflächenstruktur für eine optimierte Einheilung.

      Oberflächenbeschichtung: Spezielle Beschichtungen (z.B. Plasma-Sprayed) können die Osseointegration (Verbindung zwischen Implantat und Knochen) fördern.

      3. Hersteller und Qualitätssicherung

      Reputierter Hersteller: Wir wählen zusammen mit Ihnen einen etablierten Hersteller mit nachweislicher Erfahrung und hochwertigen Produkten. Also das für SIE passende Implantat.

      Wählen Sie zusammen mit uns nur zertifizierte Implantate aus der Clean Implant Foundation List.

      4. Patientenbezogene Faktoren

      Rauchen: Rauchen beeinträchtigt die Osseointegration erheblich.

      Ernährung: Eine gesunde Ernährung unterstützt die Knochenheilung.

      Die Osseointegration erfordert eine stabile Knochenbasis. Ohne ausreichende Festigkeit kann das Implantat sich nicht richtig verankern und scheitert. Daher wählen wir mit Ihnen das passende Implantat aus.

      5. Ungeeignete Anatomie

      Nähe von Nerven oder Blutgefäßen: Wenn das Implantat in zu geringem Abstand zu wichtigen Strukturen platziert wird, kann es zu Schmerzen, Taubheitsgefühl oder sogar Gewebeschäden führen.

      Ungünstige Wurzelsegmentierung: Komplexe Wurzelgeometrien können die Planung und den Einbau des Implantats erschweren. Lassen Sie solch komplexe Entscheidungen nur von unseren Fachärzten treffen.

      6. Gesundheitliche Probleme des Patienten

      Diabetes: Unkontrollierter Diabetes kann die Wundheilung beeinträchtigen.

      Immunsuppressive Therapien: Bestimmte Medikamente (z.B. bei Autoimmunerkrankungen) können die Osseointegration negativ beeinflussen.

      7. Fehlende Knochensubstanz für eine stabile Verankerung:

      Bei sehr dünnen Kieferknochen ist eine direkte Einheilung des Implantats oft nicht möglich. Hier sind alternative Verfahren wie der Einsatz von Knochentransplantaten oder der Verwendung von speziellen Implantaten erforderlich.

      Wichtig: Die Entscheidung für ein Implantat ist immer eine individuelle Angelegenheit. Eine gründliche Diagnose, eine sorgfältige Planung und die enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Patient sind entscheidend für den Erfolg der Implantation. Danke für Ihr Vertrauen.

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